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Nach Ankunft in Kathmandu ging es erstmal möglichst schnell aus dieser lärmenden Stadt zum Trekken in die Solo Khumbu Region, auch bekannt als Everst Region. Das heisst fliegen von Kathmandu nach Lukla. Ihr seht, das ist schon fast ein eigenes Abenteuer. Den ganzen Flug schüttelt es einen in dieser Maschine und dann kommt man total schief auf die Landebahn. Aber ist ja alles gut gegangen.
Wenn man das überlebt hat geht es aber gleich weiter mit den Gefahren. Oberhalb von Lukla gibt es ja keinen vernünftigen Flughafen mehr und Strassen schon gleich gar nicht. Das heisst, das alles per Yak transportiert werden muss. Und die Yaktreiber treiben ihre Yaks ohne Rücksicht auf Verluste durch die Dörfer. Da muss man schon schauen, dass man nicht unter die Hufe kommt.
Aber auch das habe ich überlebt und zusammen mit Dr. Kermit haben wir dann schliesslich Namche Bazar erreicht, den Hauptort der Solo Khumbu Region. Namche liegt bereits deutlich oberhalb von 3000m und hier sollte man typischerweise einen Akklimatisationstag machen damit sich der Körper langsam an die Höhe anpassen kann. Wir haben uns gleich mal ein bisschen gesonnt - wo hat man sonst so eine schöne Aussicht auf einen 6000er.
Nach dem Akklimatisationstag ging es schliesslich von Namche nach Tengboche, dem grössten und berühmtesten Kloster in der Solo Khumbu Region. Auf dem Weg zum Kloster hat man einen wunderschönen Blick auf die Ama Dablam. Meiner Meinung nach einer der schönsten Berge auch wenn es nur ein 6000er ist. Ach ja, Tengboche hat noch einen Vorteil. Die Mönche betrachten den Boden als heilig und deshalb dürfen dort oben keine Yaks frei rumlaufen. Ist also nicht so gefährlich wie auf dem sonstigen Trek. Auch sehr schön sind die Manisteine auf dem Weg. Da muss man nämlich immer auf der richtigen Seite rumgehen damit man die Mantras lesen kann. Ich habe mich sehr bemüht - die Schriftzeichen sind mir aber trotzdem immer noch fremd geblieben.
In Dingboche mussten wir dann einen weiteren Zwangsakklimatisationstag einlegen. Irgendwie war die Nudelsuppe in Chukung wohl nicht ganz gut gewesen. Bevor es also Richtung Gorak Shep, dem letzten Ort vor dem Everest Base Camp ging, mussten wir uns erstmal erholen. Aber irgendwie hat das richtig gut getan - auf jeden Fall ging es ab dann wunderbar problemlos mit der Höhe und wir haben auch unseren ersten 5000er gemacht, den Aussichtsberg Kalar Patar mit Aussicht auf Everest, Lhotse, Nuptse, aber auch die weniger bekannten Berge wie den Pumori - immerhin ein 7000er.
Einen Nachteil hatte die Höhe trotzdem. Es wurde bitterkalt in der Nacht. Sogar in der Lodge sind die Scheiben über Nacht vollständig gefroren. Wasserflaschen musste man auch immer mit in den Schlafsack nehmen, ansonsten waren sie am nächsten Tag gefroren.
Dabei ging es jetzt erst so wirklich hoch hinauf. Von Dzonglha über den Cho La nach Tagnak und dann Gokyo. Der Cho La ist ein wunderschöner Pass zwischen den zwei Tälern und eigentlich auch eine lange Strecke zu gehen. Zudem hatte es über Nacht geschneit, so dass der Weg nicht mehr gut erkennbar war. Wir wollten also früh los und haben das auch am Abend mit dem Lodgebesitzer abgesprochen ("No problem"). Leider hat der am Morgen noch wunderbar gut geschlafen und war fast nicht aufzuwecken. Schliesslich hat er uns aber doch unser Frühstück gemacht bevor wir dann Richtung Pass aufgebrochen sind.
Gokyo liegt wunderschön an einem See und hat auch einen Aussichtsberg, den Gokyo Ri. Natürlich waren Dr. Kermit und ich auch auf diesem 5000er. Superschöne Aussicht von hier. Aber auch Gokyo selber mit dem See ist einen Besuch wert. Bin mir nur nicht sicher, ob man darin wirklich baden sollte. Habe meinem Fell zuliebe darauf verzichtet. Wer weiss wie lange das bei der Kälte zum Trocknen braucht.
Leider ging es dann auch schon wieder zurück nach Kathmandu und nach einem kurzen Besuch bei der Elefantenpatroille hiess es Abschied nehmen von Nepal. Ein wunderschönes Land - ich komme Dich sicherlich nochmal besuchen.
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