November ist ein ganz schlechter Monat in Zürich. Den ganzen Tag keine Sonne wegen Hochnebel und Invasionswetterlage. Jedenfalls irgendsowas hat mir Dr. Kermit erzählt, vielleicht habe ich ihn aber auch missverstanden. Uetliberg sollte man auch meiden, da wird man nämlich mittlerweile registriert. Bei meiner Tour auf Vrenlisgärtli habe ich gegenüber auch ein paar schöne Berge gesehen, insbesondere sind das Südhänge was ja derzeit bevorzugenswert ist. Die Wahl fiel auf den Dejenstock um dort das schöne Wetter zu geniessen.
Das gute am Dejenstock ist auch dass man nahezu sofort oben ist. Vom Klöntaler See aus sind es zwar 1200Hm, aber nur 1.39km Strecke (habe ich auf der offiziellen Karte nachgemessen).
Starten tut man am Klöntaler See, das ist ein wunderschöner See oberhalb von Netstal. Auf der Südseite vom See sind gleich ein paar richtig hohe Berge und halten die Sonne ab. Ich glaube jedenfalls, dass der See den ganzen Winter keinen einzigen Sonnenstrahl abbekommt. Auf jeden Fall war noch überall Reif als wir losgegangen sind und auch als wir wieder zurückkamen. Also richtig kalt.
Aber die wunderbare Aussicht und die viele schöne Sonne oben hat für diesen kalten Start entschädigt. Als es dann wieder nach Zürich zurück ging, zur besten Cappuchino-Zeit hatten die armen Zürcher jedenfalls immer noch Hochnebel.
Karte
Der Aufstieg auf den Dejenstock startet am Klöntaler See kurz hinter der Pegelmessstation am Nordufer. Es hat auch so ca. 10 Parkplätze am Ausgangspunkt der Tour. Bis zum Pass (P. 1736) folgt man einfach immer dem rot-weiss markierten, ziemlich steilen Wanderweg. Man kann entweder kurz (30Hm) vor dem Pass, kurz vor einer Linkskehre des Weges zum Dejenstock abzweigen oder 20m hinter dem Pass - den Weg, den ich gegangen bin. Ab dem Abzweig ist das ganze kein offizieller Wanderweg mehr. Es hat aber trotzdem ab und zu einen Pfeil auf den Felsen, wo es langgeht. Zuerst auf der Nordseite den steilen Grashang rauf (Bild des Gipfelaufbaus), den felsigen Vorgipfel aber auf der Südseite (da wo der Klöntaler See ist) auf einem Grasband umgehen. Das ganze ist (nicht offiziell) mit T4 bewertet - ich würde es nur bei trockenem Wetter empfehlen wegen dem Gras-III, meine Bewertung für den Grashang wo man lieber nicht ausrutschen sollte.